„In meinen Arbeiten verwende ich Materialien, wie Papier- oder Druckqualitäten in einem sensitiven Sinne, der unmittelbar spürbar wird. Meine Bilder illustrieren kein bestimmtes Thema, noch folgen sie einer strengen konzeptuellen Ausrichtung. Ich bevorzuge das Herstellen unerwarteter Verbindungen, magischen Erscheinungsformen, die eher Erinnerungen einer Zeitlichkeit des schon immer Währenden spüren lassen. Oftmals erfinde ich Praktiken, worin sich Kombinationen oder Folgen durch ein Zufallsprinzip generieren. Meine Bilder formen sich durch Licht, Reduktion, Minimalismus und Materialökonomie. Ich arbeite am Spannungsfeld, das zwischen den Bildern entstehen kann: an der Pause, der Leere des Dazwischen. In einer hypertechnologischen, materialistischen Gesellschaft sind Offenheit, Nicht-Erklären oder Nicht-Wissen Pole, denen ich Raum gebe. Ich verstehe mich als Künstlerin, die sich keinen Kategorien zugeordnet fühlt. In Bezug auf spezifische Medien identifiziere ich mich als Hybrid zwischen Malerei, Fotografie, Text und Film. Einige sehr allgemeine Themen, die mich immer beschäftigen ist eine Ästhetik des Nicht-Perfekten, der Andeutungen und der Übergänge, sowie eine besondereMaterialachtsamkeit.“

„In my work, I use materials such as paper and print qualities in a sensitive way that is immediately perceptible. My images do not illustrate a specific theme, nor do they adhere to a strict conceptual framework. I prefer to create unexpected connections, magical manifestations that evoke memories of a timeless existence. I often invent practices in which combinations or sequences are generated by chance. My images are shaped by light, reduction, minimalism, and the economy of materials. I work with the tension that can arise between images, the pauses and the spaces in between. In a hyper-technological, materialistic society, openness, not explaining, or not knowing are poles to which I give space. I see myself as an artist who does not feel assigned to any categories. In terms of specific media, I identify as a hybrid between painting, photography, text, and film. Some very general themes that always occupy me include the aesthetics of imperfection, of allusions and transitions, as well as a particular mindfulness of handling materials.“

(Heidemarie von Wedel „IM GEHEN“_Notizen, 2023/ 2025)